Sanierung wird teuer...

TEAM TRZWEB.de Oktober 08, 2020

Keine guten Nachrichten hatte Architekt Bernd Schmidt aus Nimburg für die Ratsmitglieder in der gestrigen Gemeinderatssitzung. Die Sanierung könnte deutlich teurer werden, als im Januar diesen Jahres vorsichtig geschätzt. Im Januar ging der Architekt in einer vorsichtigen Schätzung von rund 150.000 Euro aus, unter Vorbehalt der noch zu machenden Bauuntersuchung.1567 wurde das Torhaus errichtet und ist heute das Wahrzeichen der Gemeinde. Zu Beginn des 20.Jahrhunderts sollte es bereits abgerissen werden, da es für viele im Dorf ein Verkehrshindernis war. Doch hier hatte das damalige Bezirkssamt etwas dagegen. 50.000 Reichsmark hätte zu damaligen Zeiten die Sanierung gekostet. Im Jahr 1923 teilte das Bezirksamt mit, dass für die Sanierungsarbeiten am Torhaus rund 12.000 aufgewendet werden. Dadurch wurden natürlich viele Arbeiten nicht vollständig und fachgerecht ausgeführt. Im Jahr 2000 übertrug der Gemeinderat in einer seiner Sitzungen die Nutzung des Torhauses dem Geschichts- und Kulturkreis. Mit erneut 60.000 DM wurde das Torhaus damals saniert. Nach der Bauuntersuchung in diesem Jahr wurden zahlreiche Schäden am Dachstuhl und am Fachwerk festgestellt. Auch nach Abtragung des Bodenbelags im Obergeschoss wurde Schlacke festgestellt, die jetzt auf Schadstoffe untersucht werden muss. Da das Torhaus heute als Kulturdenkmal eingestuft ist, hat die Gemeinde die Verpflichtung dieses Gebäude zu erhalten. Über die jetzt zusätzlich entstehenden Kosten konnte der Architekt auf der gestrigen Sitzung natürlich nichts sagen, ebenso wenig über die Dauer der Sanierung. Aller Voraussicht nach könnte diese Sanierung sich aber über zwei Jahre hinziehen. In der Sitzung wurde ein Aufstellungsbeschluss beschlossen für den Bebauungsplan „Malterdingen West-Restgebiet“. Hier geht es um den seit 23 Jahren in der Überlegung stehenden Baus eines Kreisverkehrs am westlichen Ortseingang, wo fünf Straßenstränge aufeinander treffen. In der Sitzung am 15.September diesen Jahres wurde vom Ingenieurbüro Rapp Regioplan GmbH der Entwurf für den Bau eines Kreisverkehrsplatzes vorgestellt. Der Gemeinderat stimmte diesem Entwurf zu. Für den Bau des Kreisverkehrsplatzes werden von vier angrenzenden Baugrundstücken kleine Flächenanteile beansprucht. Diese sind als Flächen für den Straßenverkehr festzusetzen. Daher ist diese Bebauungsplanänderung erforderlich. Nach dem jetzt gefassten Aufstellungsbeschluss wird der Entwurf der Bebauungsplanänderung ausgearbeitet und in einer der nächsten Gemeinderatssitzungen zur Beschlussfassung der Durchführung der Offenlage vorgestellt. Der geplante Dorftreff mit integrierter Bücherei hat einen Namen. Aus der Bürgerschaft sind zahlreiche Namensvorschläge dafür eingereicht worden. Der Arbeitskreis Bürgertreff hat sich in der letzten Woche zu einer Sitzung getroffen, an der auch vier Gemeinderatsmitglieder und der Bürgermeister vertreten waren. In einem Auswahlverfahren wurden drei Favoriten ermittelt. Der Gemeinderat entschied sich mit fünf „Ja“-Stimmen, zwei Enthaltungen und vier Gegenstimmen für den Namen „Kaffeesatz“ mit dem Untertitel Dorftreff & Bibliothek. Vielleicht gute Nachrichten gibt es auch für die Bewohner des Baugebietes „ Talmweg1“, die mit Sorge auf die zu entstehenden Mehrfamilienhäuser im Baugebiet „Talmweg 2“ schauen. Diese könnten nach einer Bodenuntersuchung auf dem damaligen Firmengelände der Fensterbaufirma vielleicht in ihrer Bauhöhe niedriger ausfallen. In einer der nächsten Sitzungen wird das Thema erneut verhandelt. Da, bedingt durch die Corona-Pandemie, eine Bewirtung auf dem Katharinenmarkt nicht möglich sei, wurde er in diesem Jahr von der Gemeinde abgesagt.

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