Keine neuen Bauplätze

TRZWEB.de November 20, 2019

Rat stoppt „Baubürgermeister“

Vorerst keine neuen Bauplätze im „Autal II“

Malterdingen(trz). Gleich zu Beginn der gestrigen Sitzung des Malterdingens stellte ein besorgter Bürger die Frae, ob es in Zukunft noch Bauplätze für Einheimische in Malterdingen entstehen werden. Die Gemeinde verfügt im Flächennutzungsplan über keine Wohnbaureserveflächen mehr. Mit einer Genehmigung und dem Inkrafttreten des neuen Flächennutzungsplans ist vor 2028 bis 2030 nicht zu rechnen. Das bedeutet, dass nach Bebauung der beiden Bebauungsplanflächen „Wiesental“ und „Talmweg II“ bis dahin keine weiteren Neubauflächen mehr ausgewiesen werden können. Von den fünfunddreißig Bauplätzen im Wiesental sind 98 Prozent bereits an Einheimische zugesagt, im Talmweg II stehen fünfundzwanzig Bauplätze zur Verfügung, fünf davon sind in privatem Eigentum, auf die restlichen Plätze gibt es schon reichlich Voranfragen. Um eine Nachfrage nach Wohnungsbaugrundstücken in den nächsten Jahren trotzdem decken zu können, schlug die Verwaltung vor, den Bebauungsplan „Autal II“ im beschleunigten Verfahren nach §13 b Baugesetzbuch aufzustellen. Hierbei können Wohnbaugebiete im Außenbereich entwickelt werden, wenn diese an bereits bestehende Wohnbaugebiete angrenzen und wenn die überbaubare Grundstücksfläche unter 10.000 Quadratmeter liegt. Diese Regelung ist jedoch befristet. Das Verfahren kann nur noch bis zum 31. Dezember diesen Jahres förmlich durch Aufstellungsbeschluss eingeleitet werden. Der Satzungsbeschluss ist dann bis zum 31.Dezember 2021 zu fassen. Bei der jetzigen Lage ständen diese Bauplätze dann ca. 2023 zur Verfügung. In dem Baugebiet könnten je nach Aufteilung zwanzig bis zweiundzwanzig Baugrundstücke entstehen, mit ca. zweiunddreißig Wohnungen. Bei der darauf folgenden Abstimmung entschied sich der Gemeinderat mit einer Ja-Stimme, zwei Enthaltungen und fünf Nein-Stimmen dagegen. Zwei Gemeinderatsmitglieder waren befangen, zwei Mitglieder fehlten entschuldigt. Bürgermeister Hartwig Bußhardt wies auf die schwere Hypothek hin, die der Rat seinem künftigen Nachfolger mit dieser Endscheidung hinterlasse. Genehmigt wurde in der Sitzung der Forstplan für den Gemeindewald, der durch Kathrin Hagge-Ellhöft vom Forstamt und Förster Bernhard Schultis vorgestellt wurde. Der zur Zeit niedrige Holzpreis senkt die Einnahmen. Die Malterdinger Holzbodenfläche beträgt 327 Hektar, der Einschlag im kommenden Jahr wird ca. 1.870 Festmeter betragen. Das Ergebnis wird voraussichtlich mit einem Verlust von 15.840 Euro enden. Einnahmen 2020 circa 108.020 Euro, Ausgaben 124.100 Euro. Neu angeschafft wird im kommenden Jahr ein Frontladegreifer für den Forstschlepper. Das alte Gerät ist rund fünfzehn Jahre alt, die Reparatur wäre zu teuer. Das Altgerät wird zu einem Preis von 1.200 Euro in Zahlung gegeben, dies senkt natürlich entsprechend den Neupreis des Gerätes von 5.500 Euro. Bekannt gab die Verwaltung, das sie auf ihr Vorkaufsrecht für das Gelände der Ferromatik-Milacron verzichtete. Dies hätte einen zweistelligen Milllionenbetrag gekostet. Das Gelände wurde inzwischen an einen Investor verkauft. Vorgestellt hat sich die Arbeitsgruppe von Freiwilligen, die sich um das Projekt Bürgertreff kümmern wird. Dieser Treff soll in den Räumen der jetzigen Apotheke bereits im kommenden Jahr fertiggestellt werden. Auch die Bücherei wird hier ihr neues Haus finden. Gesucht werden noch weitere Interessierte. Die Arbeitsgruppe trifft sich am Dienstag, 3. Dezember 2019 im Bürgersaal des Rathauses. Interessierte sind herzlich eingeladen.

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