Gemeinderatssitzung Malterdingen

TRZWEB.de September 18, 2019

Planungsrechtliche Voraussetzungen geschaffen

Voraussichtliche Kosten im zweistelligen Millionenbereich

Malterdingen (trz). In seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause beschäftigte sich der Gemeinderat erneut mit dem Generationenhaus, welches auf dem Grundstück Hauptstrasse 120 entstehen soll. Hier drängt die Zeit, da der Zuschussantrag für die Baukosten des neuen Kindergartens gestellt werden muss, welcher der Gemeinde bei Zustimmung einen Zuschuss im mittleren sechsstelligen Bereich bringen wird. Die fortentwickelte Machbarkeitsstudie für ein Generationenhaus wurde in der Bürgerbeteiligung am 19. Juli des Jahres vorgestellt und diskutiert. Sie wurde mit großer Mehrheit von den anwesenden Bürgern ausdrücklich begrüßt. Damit soll nicht nur ein zweiter Kindergarten geschaffen werden, sondern auch ein Angebot für betreutes Wohnen im Alter. Der Kostenanteil für den geplanten Kindergarten muss von der Gemeinde finanziert werden, der Kostenanteil für das betreute Wohnen soll durch einen Investor finanziert werden. Dafür wurde mit einem fachlich erfahrenen Investor ein erstes Gespräch geführt. Dieser gab bereits eine grundsätzliche Zusage für eine Beteiligung. Am 28.August wurde das Projekt dem Regierungspräsidium vorgestellt und die Zuschussanträge abgestimmt.Die voraussichtlichen Gesamtkosten für das Projekt liegen bei rund 11,3 Millionen Euro. Davon entfallen rund 4,5 Millionen auf den Bau des Kindergartens. Beschlossen wurde auch der Kauf des Erdgeschosses des Anwesens „ Rosenkranz“ in der Hauptstrasse 44. Als Nutzung ist die Verlagerung der Gemeindebücherei in Kombination mit einem Seniorentreff / Seniorencafé vorgesehen. Das Erdgeschoss der jetzigen Bienenberg-Apotheke ist in zentralster Lage im Ortskern und barrierefrei zugänglich. Die Raumaufteilung und die Größe von 177 Quadratmetern lassen eine Doppelnutzung zu und spricht auch jüngere Nutzer an. Im Sommer könnte im östlichen Bereich geschützt von der Nachmittagssonne auch bewirtet werden. Denkbar wäre dort auch noch eine Überdachung für die Bushaltestelle zu schaffen. Der öffentliche Parkplatz Vogtsweg befindet sich unmittelbar dahinter. Die Umbaukosten würden laut Schätzung des Bürgermeisters ca. 150- 200.000 Euro betragen. Das Projekt wird mit sechzig Prozent der Kosten vom Land gefördert. Ebenfalls meldet die Gemeinde ihr Interesse an dem nach dem Breitbandausbau in der Gemeinde noch verbliebenen „weissen Flecken“ beim Landkreis Emmendingen an. Diese Flecken betreffen hauptsächlich die Aussiedlerhöfe. Dabei handelt es sich um eine Gesamtlänge von zu verlegendem Glasfaserkabel von ca. 6 Kilometern. Die nach Abzug der Landesförderung ( 50-90 Prozent der Kosten) und der Beteiligung des Landkreises Emmendingen ( ein Drittel des kommunalen Anteils) verbleibt für die Gemeinde ein Anteil von 2/3 der kommunalen Eigenmittel. Für die Verlegung eines Kilometers Glasfaserkabel können die Kosten bei bis zu 150.000 Euro liegen. Bei einer Förderung von 90 Prozent durch das Land und Übernahme von einem Drittel des verbleibenden kommunalen Anteils durch den Landkreis betragen die Kosten für einen Kilometer für die Gemeinde 10.000 Euro. Auch die Friedhofsmauer muss saniert werden. Auf einer Länge von zwanzig Metern ist diese im Bereich der Parkplätze um 18 Prozent in Schräglage geraten. Es besteht akute Kippgefahr. Ingenieur Joachim Gugel stellte verschiedene Varianten zur Behebung des Schadens vor. In Kürze wird ein Statiker sich den Zustand der Mauer ansehen, bevor das Thema in einer der nächsten Sitzungen wieder auf den Tisch kommt. Je nach Ausführung werden hier die Sanierungs- oder Umbaukosten je nach Variante zwischen 40- und 130.000 Euro betragen.

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